CasaBlanca Titel
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wurde 2016 an Matthias Reuter verliehen

Wieder am dritten Samstag im August fand die Preisverleihung des "Emser Pastillchen für zwei Stimmbänder" im Theater im Badhaus statt. Die Jury des Vereins Kabarett CasaBlanca e.V. hatte sich einvernehmlich für den jungen Kabarettisten Matthias Reuter entschieden, der sich mit seiner mitreißenden und Lachmuskel-stapazierenden Vorstellung im vergangenen Jahr in die Herzen der Mitglieder und der Gäste gespielt hatte. Fröhlich schmunzelnd und noch immer leise lachend waren alle am Ende der Veranstaltung nach Hause gegangen. Matthias Reuter war DER Kandidat für den besonderen Preis unseres Kabaretts, dem von Lis Ebinger entworfenen und künstlerisch einzigartigen Emser Pastillchens für zwei Stimmbänder: den knallroten Lippen auf einer "Stange" ruhend auf einer goldenen Pastille! Denn wer kennt nicht die "Emser Pastillen" für die Stimme und den Hals; sind sie doch weltberühmt.

Ab halb acht fand vor den "Toren" des Badhauses bei bestem Wetter draußen eine erste Begrüßung mit Winzersekt aus Rheinhessen vom Jungwinzer des Jahres und der regionalen Spezialität "Nieverner Heckeböck" statt. Umgeben von den schönen schattenspendenden großen Bäumen des Kurparks hieß Vizepräsident Dr. Erich Krausbeck die Gäste herzlich willkommen, besonders die Vertreter unseres Sponsors, der Strathos Pharma Group (Siemens und Co, Sidroga und Klinge) Frau Steffens und Frau Klee. Als Geschenk für die Gäste hatten die beiden Damen Emser Pastillen und eine tolle Neuigkeit, das munter machende gesunde Kaubonbon "Green Tiger" mitgebacht, das Dr. Krausbeck mit Charme offerierte und das von den Gästen begeistert angenommen wurde.
Weiter erzählte er von der Geschichte des Emser Pastillchens, dem schönsten Kabarettpreis nördlich des Äquators. Pünktlich um 20 Uhr hielt Präsidentin Elfi Jörnhs im vollbesetzten Theatersaal eine kurze Ansprache und begrüßte u.a. Presse und die zahlreich erschienenen Ehrengäste. Darauf folgte auch schon der erste Teil des Programms: Matthias Reuter sprintet voller Elan auf die Bühne, neben der im vollen Scheinwerferlicht der Preis steht, den er später erhalten wird. Farblich abgestimmter Blumenschmuck (gesponsert vom Blumenhaus Wisteria Lane) umrahmt sie festlich, das große RollUp, rundet das Bild ab. Die eigentliche Preisverleihung nahmen nach der Pause Intendant Josef Winkler und Elfi Jörnhs vor. Glücklich gab der Preisträger nun den zweiten Teil seines Programms zum besten. Nachdem das Publikum begeistert immer weiter nach Zugaben applaudierte (und auch bekam) gab es natürlich zum krönenden Abschluß die obligatorische große Geschenkpackung mit Emser Pastillen, dem feinen Sidroga Tee, und der sehr beliebten Nasendusche. Die darf schließlich in keinem Künstlerhaushalt fehlen.

Weitere Fotos auf unserer Facebook-Seite.

 

Die Preisverleihung 2015


Matthias Reuter im Internet:
Pfeil www.matthiasreuter.de
 

Der stolze Preisträger sowie Präsidentin Elfi Jörnhs und Intendant Josef Winkler.


Preisträger 2015: Benjamin Eisenberg
Preisträger 2014: Tina Teubner
Preisträger 2013: Luise Kinseher
Preisträger 2012: Rena Schwarz
Preisträger 2011: Lüder Wohlenberg und Hans F. Jörnhs
Preisträger 2010: Thomas C. Breuer
Preisträger 2009: Kabbaratz
Preisträger 2008: Ingo Börchers
Preisträger 2007: Bodo Wartke
Preisträger 2006: Knusper
Preisträger 2005: Kabarett BläckAut
Preisträger 2004: Simone Solga
Preisträger 2003: Konrad Beikircher
Preisträger 2002: Matthias Brodowy

Das Emser Pastillchen für zwei Stimmbänder, die Geschichte

Der Preis mit den kirschroten Lippen wird seit 2002 vom Verein Kabarett CasaBlanca vergeben. Drei Jahre nachdem sich die neu gegründete Kabarettbühne in Bad Ems zu etablieren schien, heckten die Gründer Hans Friedel Jörnhs und Erich Krausbeck schon neue Pläne aus. Ein Preis musste her. Die beiden Quer- und Um-die-Ecke-Denker hatten eine brillante Idee: Stimmbänder - die ja jeder Kabarettist zur Ausübung seiner Kunst benutzt und Emser Pastillen, eins der Markenzeichen von Bad Ems, gehören irgendwie zusammen. Die Verbindung gelang und es folgte alsbald die Umsetzung.
Der Chef aller Emser Pastillen, Direktor Olaf Hirsch von Siemens und Co., brauchte weniger als eine Minute 30, um die an ihn herangetragene Idee eines solchen Preises mit zu beflügeln. Dank der großzügigen Unterstützung, mittlerweile auch durch das Schwesterunternehmen Sidroga, konnte das Preisgeld ausgeschrieben werden.
Der Bad Emser Künstlerin Lies Ebinger, inzwischen Seniorchefin der Keramikwerkstatt Ebinger-Schnaß, gelang mit ihrem Entwurf die eindrucksvolle Umsetzung einer nicht ganz trivialen Aufgabe. "Stimmbänder und einen Kehlkopf kann man schlecht gestalten. Und der Mund ist ja das Organ, mit dem die Stimme nach außen gebracht wird". So fiel die Entscheidung für ein großes, rotes Lippenpaar welches auf einem Messingstab mit vergoldetem Sockel thront. Aus der Echtgoldglasur ragt in erhabenen Buchstaben der etwas aussergewöhnliche Name des Preises, zu dem Sie, lieber Leser, jetzt auch die Geschichte kennen.

Eine unabhängige Jury wählt aus den über das Jahr im Theater aufgetretenen Künstlern den oder die PreisträgerIn aus. Da der Verein laut Satzung auch explizit Nachwuchskünstlern eine Auftrittsmöglichkeit bieten möchte, beobachten wir nicht ohne Stolz, dass einige unserer Preisträger in der Folge "richtig groß rausgekommen sind".
Bodo Wartke zum Beispiel, Preisträger 2007, damals noch im kleinen Kellertheater mit 99 Plätzen, ist für Locations unter 1000 Plätzen gar nicht mehr zu kriegen. Bemerkenswert war auch Konrad Beikircher (er kommt trotz seiner Popularität immer noch gern zu uns), als er 2003 sein Pastillchen erhielt, hat er als Zeichen seiner Wertschätzung unserem kleinen Theater gegenüber sein Preisgeld dem Verein gespendet.

Der kunstvolle Preis, über den Hans F. Jörnhs einmal sagte es sei "die wahrscheinlich schönste Trophäe, die als Kabarettpreis nördlich des Äquators überreicht wird", unterläuft einen aufwendigen, mehrwöchigen Herstellungsprozess: Der feuchte Ton für Mund und Sockel wird in eine Gipsform gegossen. Die Rohprodukte müssen dann mehrere Wochen in einem Raum mit Heizung und Gebläse getrocknet werden. Erst in trockenem Zustand werden die Sockel und Münder dann glasiert. Den Mund zu glasieren ist aufgrund der Wölbung der Lippen eine besondere Herausforderung. Wenn die Glasur so verläuft dass es aussieht als würde der Mund einem die Zunge herausstrecken ist es Ausschussware. Sechs bis sieben dünne Farbschichten müssen aufgetragen werden - eine jede muss zuerst trocknen, bis die nächste obendrauf kommt. Im Anschluss werden die glasierten Teile zwölf Stunden bei 1100 Grad gebrannt. Der Sockel wird zunächst schwarz-weiß glasiert und gebrannt. Danach wird sein Schriftzug mit flüssigem Gold versehen und der Sockel noch mal bei 800 Grad in den Ofen gesteckt. Und damit am Ende auch jeder Künstler ein Unikat erhält, wird eine Metallplakette mit Namen und Auszeichnungsjahr unten in den Sockel geklebt.

Neben der "Langen CasaBlanca Kabarettnacht" gehört die Preisverleihung zu den Höhepunkten im Emser Kabarett-Jahr. Die Überreichung des einzigartigen "Emser Pastillchen für zwei Stimmbänder" ließ bisher das Herz eines jeden Empfängers freudig höher schlagen.

 
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